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Instandsetzung "Alter Friedhof"
Begrüßung am 28.09.2025 durch den Bürgermeister Jens Schlüter Im Weingut Schmitt
Herzlich Willkommen liebe Mitglieder der Bauordens Ludwigshafen. Herzlich Willkommen liebe Gäste und Mitstreiter anlässlich des offiziellen Starts der Instandsetzung unseres „Alten Friedhofs“. Vorab gilt mein herzlicher Dank Sabine und Martin- einerseits für die Mitarbeit bei diesem Projekt und auch für eure wundervolle Gastfreundschaft, so dass wir uns heute hier treffen können.
Die Idee der Instandsetzung ist schon älter, meines Wissens haben sich die Alte Sandkaut und Wolfram Bartz schon mit der Thematik beschäftigt. Leider hat es wenig bis keine Unterstützung der Ortsgemeinde gegeben. Das hat sich nach der Wahl letztes Jahr geändert. Die IDee zur Umsetzung wurde von Sabine Diehl, welche durch einen Artikel in der Rheinpfalz auf den Bauorden aufmerksam geworden ist, aufgegriffen. Sabine hat dann in Werner Steibl einen fachkundigen Mitstreiter gefunden und die beiden haben die Sache im wahrsten Sinne des Wortes in die Hand genommen. Nachdem der Bauorden Ludwigshafen unsere Anfrage positiv beschieden hatte, wurde das Projekt offiziell im Gemeinderat vorgestellt und einstimmig angenommen- ein sehr schönes Signal wie ich finde. Die Untere Naturschutzbehörde hat uns leider immer mal wieder geärgert mit teilweise unverständlichen Restriktionen- aber egal: wir sind am Ball geblieben und so konnten die Vorarbeiten am 22.09.2025 starten. Ich konnte mich von dem Ergebnis selbst überzeugen und bin allen an diesen Vorarbeiten beteiligten Personen sehr dankbar: Wenn ich jemanden vergessen sollte- bitte direkt melden 😊: Nico und Werner Hellwig die auch ihr professionelles Werkzeug zur Verfügung gestellt haben, Sabine Diehl, Frank Kurzay, Grit und Klaus Reifer- Klaus übernimmt dankenswerterweise die Bauleitung in Werner Steibl´s Abwesenheit- der Jungrentner ist nämlich immerzu auf Reisen. Ute und Stefan Wilhelm, Ronald Landin und Stefan Schroth. Die direkten Nachbarn zum Gelände, das Ehepaar Schwalb, stellt den Strom für die Baustelle und Klaus Petermann und Ingo Dörr haben heute eine großen Wassertank gebracht.
Auch bedanke ich mich bei all den Sponsoren, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre. Sei es die zur Verfügungstellung der Ferienwohnung von Sybille Möller und Klaus Gebrandt oder die finanzielle Unterstützung vor Privatpersonen oder vor Ort tätigen Banken oder die Bereitstellung von Lebensmitteln (beispielweise stellt Hans Pfau die Getränke) sowie Rat und Tat während der Projektphase.
Auch der Kulturverein um Anni Männchen und Axel Preuß arbeiten immer hart mit an der kulturhistorischen Gestaltung Dirmsteins. Im Zielbild schwebt uns unter anderem ein Dorfmuseum in der sogenannten Burg im Kellergarten vor, welches genau wie der alte Friedhof eine Station auf dem historischen Rundweg Dirmsteins sein soll.
Der Alte Friedhof in Dirmstein, welcher im 11. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Peterskirche angelegt wurde, ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiges Zeugnis unserer Geschichte. Auf diesem historischen Gelände finden sich noch etwa 20 bis 25 kulturhistorisch bedeutsame Grabsteine, die von der Vergangenheit unseres Ortes erzählen. Eine besonders prägende Familie in dieser Geschichte ist die Familie Camuzzi. Ihre Mitglieder gehörten über Generationen hinweg zu den einflussreichen Persönlichkeiten Dirmsteins. Auf dem Alten Friedhof finden sich die Grabstätten von Florentine von Camuzzi, die 1855 verstarb, sowie ihrer Tochter Anna von Camuzzi, die 1835 im Kindesalter starb. Als der neue Friedhof in den 1850er Jahren eingerichtet wurde, endete die aktive Nutzung des Alten Friedhofs. Dennoch blieb die Familie Camuzzi mit diesem Ort verbunden. Sie trugen dazu bei, dass der Friedhof als Erinnerungsort erhalten blieb und weiter gepflegt werden sollte durch die Gemeinde Dirmstein. Das Erbe der Familie Camuzzi ist vielfältig: Sie haben nicht nur Spuren im Alten Friedhof hinterlassen, sondern auch das kulturelle und soziale Leben Dirmsteins mitgeprägt. Ihr Engagement steht für gemeinschaftliches und bürgerschaftliches Verantwortungsbewusstsein, die Bewahrung von Traditionen und die Förderung der Gemeinschaft – Werte, die bis heute unser Dorfleben bereichern sollen. Wenn wir heute diesen Ort pflegen und erhalten, setzen wir die Geschichte fort, die Familien wie die Camuzzi´s für Dirmstein geschrieben haben.
Auf einem der jahrhundertealten Grabsteine habe ich zwei sich umschließende Hände gefunden- ein schönes Zeichen für den neuen Zusammenhalt und das GEMEINSAM, welcher bzw. welches in Dirmstein wieder Einzug gehalten haben. Wir sind also auch ein Stück weit verpflichtet diese kulturhistorische Stätte für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und daher jetzt noch einmal ein herzliches Hallo an die Damen und Herren des Bauordens Ludwigshafen:
Rebecca, Maja, Hong Giang, Till, Manuel und Arne
Danke, dass ihr hier seid und uns bei dieser Aufgabe freiwillig helft😊
Ebenso haben sich als weitere Helferinnen und Helfer Jutta Scheuring, und Horst Behrends sowie Franz Borgelt gemeldet- ganz herzlichen Dank an euch alle. Diese Unterstützung ist einfach großartig.
Wenn der jetzige Projektabschnitt erfolgreich abgeschlossen ist, geht es nächstes Jahr unter anderem weiter mit der Sandsteinmauer, welche den alten Friedhof umgibt. Es gibt viel zu tun und mit vereinten Kräften werden wir es schaffen.
Jetzt wünsche ich uns einen geselligen Nachmittag und ab morgen bei bestem Wetter viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung.
Herzlichen Dank 😊
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